Kleinwalsertal mit Kindern im Sommer – Erlebniswege und Bergabenteuer

Es gibt einen einfachen Test, ob eine Urlaubsregion wirklich familienfreundlich ist: Man fragt nicht die Prospekte, sondern die Kinder. Und im Kleinwalsertal fällt deren Urteil erstaunlich einstimmig aus – hier gibt es Wasser zum Stauen, Kugelbahnen am Berg, ein Murmeltier als Maskottchen und Wanderungen, die sich wie Abenteuer anfühlen statt wie Pflichtprogramm.

Der Sommer ist dafür die beste Zeit: Die Erlebniswege am Wasser haben Saison, die Bergbahnen bringen auch kurze Beine in Gipfelnähe, und die kompakten Entfernungen des Tals halten die Fahrzeiten klein – der Bus zur nächsten Attraktion fährt alle 20 Minuten und kostet mit Gästekarte nichts.

Dieser Guide versammelt die besten Sommer-Ideen für Familien: die Burmi-Erlebniswege im Tal und am Berg, kindertaugliche Wanderungen mit Einkehr, Badeplätze, Spielplätze und das Programm für Regentage – mit ehrlichen Hinweisen, was für welches Alter passt.

Burmi: das Murmeltier, das den Takt vorgibt

Wer mit Kindern ins Kleinwalsertal reist, lernt als Erstes Burmi kennen – das Murmeltier-Maskottchen des Tals, das auf Wegweisern, Spielstationen und Rätselheften auftaucht. Was nach Marketing klingt, ist praktisch gedacht: Die Burmi-Angebote markieren zuverlässig, was wirklich kindertauglich ist. Wo Burmi draufsteht, sind Wege kinderwagengeeignet, Stationen bespielbar und Distanzen kindgerecht.

Zwei Burmi-Klassiker bilden das Grundgerüst jedes Familienurlaubs im Tal – einer unten am Fluss, einer oben am Berg. Beide haben eine Gemeinsamkeit, die Eltern zu schätzen wissen: Sie funktionieren ohne Anmeldung, ohne Zeitfenster und ohne Eintritt – man geht einfach los, wann es in den Familienrhythmus passt.

Der Burmiweg an der Breitach: neun Stationen zum Austoben

Der Burmiweg zwischen Hirschegg und Riezlern ist der beliebteste Familienweg des Tals – und ein Musterbeispiel dafür, wie man Kinder zum Wandern bringt, ohne dass es nach Wandern aussieht. Entlang der idyllischen Breitach warten neun Spiel- und Aktivstationen, an denen geklettert, balanciert und ausprobiert wird; auf halber Strecke laden eine Grillstelle und eine Quelle zur Pause.

Die nackten Zahlen: rund zwei Kilometer, kinderwagentauglich, flach am Wasser entlang – reine Gehzeit etwa 30 Minuten. Aber lassen Sie sich davon nicht täuschen: Mit ausgiebigem Stationen-Stopp werden daraus schnell zwei bis drei Stunden, und genau das ist der Sinn der Sache. Der Einstieg liegt bei Hirschegg, erreichbar über Mühleweg und Leitobelweg kurz nach der Leitobelbrücke; am Ende in Riezlern wartet ein kurzer, etwas steilerer Schlussanstieg. Die Wegdaten finden Sie bei Vorarlberg Tourismus.

Der Extra-Tipp für motivierte Kinder: Holen Sie vorher kostenlos das Burmi-Rätselheft in der Tourismusinformation im Walserhaus in Hirschegg. Wer die Rätsel entlang des Wegs löst, bekommt danach einen kleinen Preis – und plötzlich zieht der Nachwuchs voraus statt hinterher.

Burmiwasser an der Kanzelwand: Stauen, Plantschen, Staunen

Der zweite Burmi-Klassiker liegt auf über 1.900 Metern: Der Burmiwasser-Erlebnisweg startet direkt an der Bergstation der Kanzelwandbahn und führt in rund 30 Minuten zum Riezler Alpsee – 700 Meter Weg, 70 Höhenmeter, dank flachem Gelände auch mit dem Kinderwagen machbar. Unterwegs dreht sich alles ums Wasser: An den Stationen wird mit Dämmen, Schleusen und Wasserrädern experimentiert, gestaut und umgeleitet, bis die Ärmel nass sind.

Deshalb der wichtigste Praxistipp der ganzen Seite: Wechselkleidung einpacken. Kinder, die am Burmiwasser trocken bleiben, haben etwas falsch gemacht. Am Alpsee angekommen, lässt sich wunderbar rasten, und wer noch Energie hat, wandert weiter Richtung Fellhorn-Mittelstation oder zum Aussichtspunkt an der Roten Wand – während sich die Erwachsenen auf das Panoramarestaurant an der Bergstation freuen. Direkt an der Bergstation wartet zudem ein Spielplatz mit Kletterhaus, Wackelbrücke und Rutsche. Alle Details zum Weg stehen bei den Oberstdorf-Kleinwalsertal-Bergbahnen.

Die Fahrt mit der Kanzelwandbahn ist für viele Kinder übrigens selbst schon das halbe Erlebnis – welche Bahnen sonst noch fahren, zeigt unsere Übersicht der Bergbahnen im Kleinwalsertal.

Söllis Kugelrennen: der Ausflugsklassiker nebenan

Wenige Minuten talauswärts, am Oberstdorfer Erlebnisberg Söllereck, wartet eine Attraktion, die bei Kindern legendären Status genießt: Söllis Kugelrennen. Auf einer insgesamt über 200 Meter langen Holzkugelbahn, verteilt auf vier Abschnitte entlang des Schönblickwegs – Adler7, Waldbahn, Wellenbahn und Zielbahn -, rollen Holzkugeln durch Spiralen, an Glocken vorbei und durch Slaloms um die Wette. Die Kugeln gibt es für kleines Geld an der Talstation der Söllereckbahn oder am Startportal, und sie wandern danach als Souvenir in die Jackentasche. Details auf der Seite von Söllis Kugelrennen.

Der Söllereck ist überhaupt der Familienberg der Region: Am Berghaus Schönblick nahe der Bergstation liegt ein großer Spielplatz mit XXL-Kugelexpress, Kletterwand und Röhrenrutsche, dazu kommen am Berg ein Kletterwald und der Allgäu-Coaster, eine Ganzjahres-Rodelbahn. Für Familien im Kleinwalsertal ist das der perfekte Ausflugstag – mit dem Auto oder Bus schnell erreicht.

Wandern mit Kindern: Touren, die funktionieren

Auch abseits der Erlebniswege hat das Tal Wanderungen, die mit Kindern nachweislich funktionieren – weil Wasser, Tiere oder ein lohnendes Ziel die Motivation übernehmen:

  • Schwarzwassertal zur Alpe Melköde: der kinderwagentaugliche Klassiker – etwa eine Stunde sanft bergauf, am Ziel Kühe, ein Wasserfall und frische Buttermilch. Auf dem Weg lädt der Herzsee an heißen Tagen zum Baden.
  • Bärgunttal ab Baad: die gemütliche Runde am Talschluss – zwei Wege von 2,5 und 2,7 Kilometern, dazwischen die Bärgunthütte mit selbst gebackenen Mehlspeisen. Der Bärguntbach begleitet die Tour als Dauerattraktion.
  • Gemsteltal ab Mittelberg: in 45 Minuten zu Bernhards Gemstelalpe – kurz genug für kleine Beine, mit Kaiserschmarrn als Belohnung.
  • Schwarzwasserhütte für Fortgeschrittene: Wer schon gut zu Fuß ist, steigt von der Melköde weiter zur Hütte auf – oben warten ein Spielplatz mit Trampolin und das Gefühl, eine „echte“ Berghütte erreicht zu haben. Als Übernachtung im Lager wird daraus das Abenteuer des Sommers.

Die goldene Regel dabei: Rechnen Sie mit Kindern die doppelte Gehzeit – und planen Sie die Einkehr nicht als Option, sondern als festen Programmpunkt. Weitere Touren finden Sie in unserer Übersicht zum Wandern im Kleinwalsertal.

Nach Alter sortiert: was für wen passt

Mit Kleinkindern (0 bis 4 Jahre)

Mit den Kleinsten spielt das Tal seine Kinderwagen-Stärken aus: Burmiweg, der Weg zur Alpe Melköde und der Burmiwasser-Weg an der Kanzelwand sind allesamt mit geländegängigem Wagen machbar – eine Kombination, die in den Alpen nicht selbstverständlich ist. Für alles andere hat sich die Rückentrage bewährt. Planen Sie die Ausflüge um den Mittagsschlaf herum: Viele Eltern schwören auf die Variante, die Gehzeit in die Schlafenszeit zu legen – das gleichmäßige Rucken des Wagens auf dem Melköde-Weg wirkt zuverlässiger als jedes Einschlafritual.

Mit Kindergarten- und Volksschulkindern (4 bis 10 Jahre)

Das goldene Alter für das Tal: Jetzt zünden die Spielstationen des Burmiwegs, das Stauen am Burmiwasser, das Kugelrennen am Söllereck und das Rätselheft mit Preis. Wanderungen funktionieren, wenn das Ziel stimmt – Kühe, Kaiserschmarrn, Trampolin – und die Distanzen ehrlich kalkuliert sind. Als Faustregel: ein bis zwei Stunden reine Gehzeit sind machbar, wenn unterwegs genug passiert.

Mit älteren Kindern und Teenagern

Ab dem Teenageralter braucht es echte Herausforderungen statt Spielstationen: der Walsersteig an der Kanzelwand als erster Klettersteig (mit Leihausrüstung und im Zweifel geführt), ein Nachmittag in der Kletterhalle im Informpark, der Allgäu-Coaster am Söllereck oder eine „richtige“ Bergtour mit Hüttenübernachtung auf der Schwarzwasserhütte. Auch das Mountainbike-Revier des Tals wächst mit – Touren und Verleih beschreibt unser Mountainbike-Guide für das Kleinwalsertal. Die Kunst bei Teenagern: ein Highlight pro Tag, das auf Instagram besteht – die Burmabrücke des Walsersteigs erfüllt dieses Kriterium zuverlässig.

Tiere erleben: Kühe, Murmeltiere und ein paar Regeln

Für viele Stadtkinder sind die Tiere das eigentliche Urlaubserlebnis: Kühe auf den Alpweiden, Ziegen an den Sennalpen, dazu Murmeltiere, deren Pfiffe an den Hängen der Seitentäler zu hören sind – mit etwas Geduld und einem Fernglas zeigen sich die Nager rund um ihre Baue. Nicht zufällig hat das Tal ausgerechnet ein Murmeltier zum Maskottchen gemacht.

Damit die Begegnungen gut ausgehen, gelten auf den Weiden klare Regeln, die Kinder schnell verinnerlichen: Abstand zu Kühen halten, besonders zu Kälbern, die Tiere nicht füttern und nicht streicheln, Gatter hinter sich schließen und auf den Wegen bleiben. So wird aus dem Weidegang eine Naturkunde-Stunde, die kein Schulbuch ersetzt.

Wasser, überall Wasser: Baden und Plantschen

Kinder brauchen im Sommer vor allem eines: Wasser. Das Tal liefert reichlich – die Breitach und ihre Seitenbäche bilden überall flache Kiesbänke und Gumpen, an denen gestaut, Steine gestapelt und gebadet wird. Der Herzsee im Schwarzwassertal ist an warmen Tagen der beliebteste Badeplatz am Wanderweg, und am Riezler Alpsee oberhalb der Kanzelwandbahn kühlen sich die Füße nach dem Burmiwasser-Weg ab.

Zwei Hinweise für entspannte Eltern: Bergbäche sind auch im Hochsommer kalt und können nach Gewittern schnell anschwellen – flache Uferstellen wählen und die Kinder im Blick behalten. Und die eindrucksvolle Breitachklamm ist kein Badeplatz, aber als Naturschauspiel auch für Kinder ein Erlebnis – das Tosen des Wassers beeindruckt oft mehr als jeder Gipfel. Was Sie dort beachten sollten, steht auf unserer Seite zur Breitachklamm.

Sieben Tage, sieben Ideen: die Beispielwoche

Wie sich die Bausteine zu einer Woche fügen, zeigt dieser Vorschlag – bewusst mit Luft für Spontanes:

  • Tag 1: Ankommen, Gästekarte aktivieren, Ortsspaziergang mit erstem Spielplatz-Test im Kurpark Riezlern – und das Burmi-Rätselheft im Walserhaus abholen.
  • Tag 2: Burmiweg an der Breitach mit Picknick an der Grillstelle – der perfekte Einstieg, um die Beine ans Gehen zu gewöhnen.
  • Tag 3: Mit der Kanzelwandbahn hinauf, Burmiwasser-Weg zum Riezler Alpsee, Spielplatz an der Bergstation, Einkehr im Panoramarestaurant.
  • Tag 4: Ruhiger Vormittag am Badebach oder Spielplatz, nachmittags durchs Schwarzwassertal zur Alpe Melköde – Buttermilch, Kühe und Wasserfall inklusive, an heißen Tagen mit Badestopp am Herzsee.
  • Tag 5: Ausflugstag zum Söllereck: Kugelrennen, Spielplatz am Berghaus Schönblick, für Mutige der Allgäu-Coaster.
  • Tag 6: Der große Tag: Bärgunttal-Runde ab Baad oder – mit größeren Kindern – Aufstieg zur Schwarzwasserhütte mit Trampolin-Belohnung. Alternativ bei Regen: Bergschau, Therme oder Eishalle.
  • Tag 7: Lieblingsziel der Woche wiederholen – es gibt immer eines, das zur Wiederholung gefordert wird – und gemütlich packen.

Wichtiger als jeder Plan: die Reihenfolge nach Wetter tauschen. Die Bergtage gehören zu den stabilen Sonnentagen, Burmiweg und Spielplätze funktionieren auch bei durchwachsenem Himmel.

Picknick und Grillen: die günstigste Attraktion

Eine Besonderheit, die Familienkassen freut: Viele der schönsten Kinder-Momente im Tal kosten nichts. Die Grillstelle am Burmiweg lädt zum mitgebrachten Würstel-Picknick, die Kiesbänke der Breitach sind der natürlichste Abenteuerspielplatz der Welt, und die Zutaten für die Brotzeit liefern die Hofläden des Tals – Käse, Landjäger und frisches Brot schmecken auf einer Bank am Bach besser als in jedem Restaurant. Wer mag, macht aus dem Einkauf selbst einen Programmpunkt: In Mittelberg lassen sich gleich mehrere Hofläden zu einem Dorfrundgang verbinden, und Kinder lieben den Milchautomaten, der rund um die Uhr frische Milch zapft.

Spielplätze im Tal: die Basisversorgung

Für die Stunden zwischen den Ausflügen sind die Dorfspielplätze Gold wert: In Riezlern finden Sie Spielplätze im Kurpark und beim Sozialzentrum im Ortsteil Egg, in Hirschegg bei der Schule – und der Spielplatz in Mittelberg punktet mit Kletter- und Wasserspielgeräten, Spielhaus und Rutsche. Dazu kommen die Spielbereiche an den Bergstationen – neben Kanzelwand und Söllereck warten auch am Fellhorn eine 26 Meter lange Riesenröhrenrutsche samt Seilzirkus und am Nebelhorn ein großer Spielplatz an der Station Höfatsblick; die Übersicht zeigen die Oberstdorf-Kleinwalsertal-Bergbahnen. Kurz: Ein Ersatzprogramm für quengelige Übergangszeiten ist nie weit entfernt.

Ein unterschätzter Trick erfahrener Urlaubseltern: den Spielplatz als Verhandlungsmasse einsetzen. Erst die Wanderung, dann der Spielplatz an der Bergstation – so hat der Nachwuchs ein Ziel vor Augen, und der Rückweg beginnt mit aufgeladenen Akkus statt mit Protest.

Wenn es regnet: das Schlechtwetterprogramm

Auch mit Kindern ist ein Regentag im Tal kein Drama. Die Bergschau 1122 im Walserhaus in Hirschegg erklärt die Bergwelt interaktiv und kostet keinen Eintritt, die Therme im nahen Oberstdorf hat ein Erlebnisbecken mit Wasserfall, im Eissportzentrum Oberstdorf wird täglich öffentlich Eis gelaufen – Leihschlittschuhe gibt es ab Kindergröße -, und die Kletterhalle im Informpark bietet Kurse für Kinder ab dem Schulalter. Die Details zu all diesen Zielen haben wir in unserem Beitrag über Schlechtwetter-Ideen im Kleinwalsertal gesammelt.

Sicherheit mit Kindern am Berg

Das Tal ist kindgerecht – aber es bleibt Gebirge. Ein paar Grundsätze halten das Risiko klein, ohne den Spaß zu bremsen:

  • Wetter im Blick: Gewitter kommen im Sommer meist am Nachmittag. Bergtouren früh starten, und bei dunklen Wolken lieber eine Talstation zu viel als zu wenig ansteuern.
  • Am Wasser wachsam bleiben: Bäche schwellen nach Regen schnell an, und Klammen wie die Breitachklamm verlangen festes Schuhwerk und Hand geben an den engen Stellen.
  • Kindgerechte Ausrüstung: Feste Schuhe auch für kurze Wege – die meisten kleinen Blessuren entstehen in Sandalen auf Kieswegen. Dazu Sonnenschutz und mehr Wasser, als Sie für nötig halten.
  • Treffpunkt vereinbaren: An belebten Orten wie Bergstationen oder beim Viehscheid gilt die alte Regel: auffälliger Treffpunkt, und größere Kinder bekommen die Handynummer der Eltern in die Jackentasche.
  • Notruf kennen: 140 ist der Alpinnotruf in Österreich, 112 funktioniert europaweit – auch als Spiel verpackt lernen Kinder diese Nummern gern.

Was kostet der Familiensommer? Eine ehrliche Einordnung

Die gute Nachricht: Das Grundprogramm ist günstiger, als viele erwarten. Burmiweg, Spielplätze, Badebäche, das Rätselheft und die Bergschau 1122 kosten nichts, der Walserbus ist mit der Gästekarte inklusive – ein kompletter Talttag mit Picknick belastet die Kasse also kaum. Geld kosten vor allem die Bergbahnfahrten, die Ausflugsziele wie Therme oder Kugelrennen und die Einkehr – wobei eine Holzkugel für das Kugelrennen mit wenigen Euro zu den günstigsten Kinderattraktionen der Alpen gehört.

Der Spar-Tipp für Bahnfahrer: Viele Unterkünfte inkludieren im Sommer Bergbahnleistungen über die Gästekarte – fragen Sie vor der Buchung nach, das verändert die Urlaubsrechnung deutlich. Was der Gästepass alles umfasst, lesen Sie auf unserer Seite zum Gästepass Kleinwalsertal.

Praktisch für Familien: so läuft der Urlaub rund

  • Der Bus ist Ihr Freund: Der Walserbus fährt im Sommer alle 20 Minuten, nimmt Kinderwagen problemlos mit und ist mit der Gästekarte kostenlos – Details auf unserer Seite zum Walserbus. Für Kinder ist Busfahren ohnehin Teil des Abenteuers.
  • Früh starten: Vormittags sind Bahnen und Erlebniswege leerer, und die Kinderlaune ist am besten. Den Nachmittag gehört dann Spielplatz oder Badebach.
  • Sonnenschutz ernst nehmen: Die Höhensonne am Berg ist stärker, als sie sich anfühlt – Kappe, Creme und genug Wasser gehören in jeden Rucksack.
  • Programm nicht überladen: Ein Highlight pro Tag genügt. Die Lücken füllen Bach, Wiese und Spielplatz von selbst – und oft sind genau das die Momente, von denen die Kinder später erzählen.
  • Unterkunft mit Spielraum wählen: Ein Garten oder eine Wiese vor der Tür entspannt den Alltag enorm – worauf Familien bei der Quartierwahl achten sollten, zeigt unsere Seite zum Familienurlaub im Kleinwalsertal.

Fazit: klein, kompakt, kindgerecht

Das Kleinwalsertal ist für Familien im Sommer eine sichere Bank – nicht wegen einzelner Superlative, sondern wegen der Summe: zwei Burmi-Erlebniswege, die Wandern in Spielen verwandeln, Wasser an jeder Ecke, kindertaugliche Alpen mit Kaiserschmarrn, Spielplätze in jedem Ort und ein Bus, der alles verbindet. Dazu die kurzen Wege eines kompakten Tals, die müde Kinderbeine und Elternnerven gleichermaßen schonen.

Und weil Familien selten nur eine Jahreszeit kennen: Was das Tal im Winter für Kinder bereithält – vom Rodeln bis zu den Skischulen – haben wir auf unseren Seiten zum Rodeln im Kleinwalsertal und zu den Skischulen gesammelt. Viele Familien, die im Sommer kommen, buchen den Wintertermin gleich mit.

Der beste Rat zum Schluss: Planen Sie weniger, als Sie möchten. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder ohnehin am Bach hängen bleiben, an der Kugelbahn eine Stunde länger brauchen und den Spielplatz an der Bergstation nicht mehr verlassen wollen. Genau dann ist der Familienurlaub gelungen – wenn das Tal den Zeitplan übernimmt und niemand ihn vermisst. Und wenn im Auto auf der Heimfahrt die Frage fällt, ob man nächstes Jahr wiederkommt, wissen Sie: Der Test ist bestanden.

Hannes Leberbauer

Hannes Leberbauer ist 46 Jahre, und seit über 20 Jahren journalistisch tätig. Er ist in Salzburg zuhause und schreibt bei uns immer wieder über seine Liebe zu den Bergen und dem Tal.