Man muss kein Bergsteiger sein, um ihn zu kennen: Der Hohe Ifen ist das Wahrzeichen des Kleinwalsertals. Seine schräg gestellte Gipfelplatte, die aussieht, als hätte ein Riese einen steinernen Tisch gekippt, ist von fast jedem Punkt des Tals zu sehen – und wer einmal hier war, erkennt diese Silhouette auf jedem Foto sofort wieder. Kaum ein Berg der Alpen hat eine so unverwechselbare Form.
Gleich dahinter liegt eine Landschaft, die noch erstaunlicher ist: das Gottesackerplateau, eine rund 40 Quadratkilometer große Karstfläche aus hellem, zerfurchtem Kalkstein, die zu den spektakulärsten Karstlandschaften der gesamten Alpen zählt. Wer hier oben steht, wähnt sich eher auf einem fremden Planeten als in Vorarlberg.
Dieser Beitrag stellt den markantesten Berg des Kleinwalsertals und seine steinerne Nachbarschaft vor: die erstaunliche Erdgeschichte dahinter, die Wege hinauf, die Schutzgebiete rund um Ifen und Gottesacker – und was Sie wissen sollten, bevor Sie sich selbst auf den Weg machen.
Ein Berg wie ein gekipptes Dach: der Hohe Ifen
Mit 2.230 Metern ist der Hohe Ifen nicht der höchste Berg rund um das Kleinwalsertal – der Große Widderstein überragt ihn um einige Meter. Aber er ist mit Abstand der auffälligste. Seine Gipfelfläche ist eine riesige, leicht geneigte Kalkplatte, die nach Süden sanft ausläuft und nach Norden mit senkrechten Wänden abbricht. Diese asymmetrische Form macht ihn unverwechselbar – und erzählt zugleich seine Entstehungsgeschichte.
Denn die schräge Platte des Ifen und das dahinterliegende Gottesackerplateau bestehen aus demselben Gestein: dem sogenannten Schrattenkalk, einer rund 100 Meter mächtigen Kalkschicht aus der Kreidezeit. Vor etwa 125 Millionen Jahren war dieses Gestein der Boden eines tropischen Flachmeers. Bei der Alpenfaltung wurden die Schichten gehoben, verbogen und schräg gestellt – beim Ifen blieb die harte Kalkplatte als geneigtes Dach stehen, während weichere Schichten rundherum abgetragen wurden.
Wer die Geologie der Region einmal anschaulich erklärt sehen will, findet übrigens in der Bergschau 1122 im Walserhaus in Hirschegg eine kostenlose Erlebnisausstellung samt 3D-Multivisionsschau über die Region Hochifen und Gottesacker – eine ideale Einstimmung oder Schlechtwetter-Alternative, zu finden bei den Oberstdorf-Kleinwalsertal-Bergbahnen.
Das Gottesackerplateau: ein steinernes Labyrinth
Nördlich des Ifen erstreckt sich das Gottesackerplateau – und hier wird die Erdgeschichte zum Erlebnis. Über Jahrtausende haben Regen und Schmelzwasser den löslichen Schrattenkalk bearbeitet und dabei ein Relief geschaffen, das seinesgleichen sucht: messerscharfe Rinnen, sogenannte Karren, ziehen sich über die Felsflächen, dazwischen öffnen sich Dolinen, Spalten und Schächte. Die Fläche wirkt wie ein erstarrtes, weißgraues Meer.
Schon der Name gibt der Landschaft etwas Mystisches: „Gottesacker“ ist das alte Wort für Friedhof – und tatsächlich erinnern die bleichen, zerfurchten Kalkflächen an ein endloses Feld steinerner Grabplatten. Der Überlieferung nach soll hier einst eine blühende Alpe gestanden haben, die zur Strafe für den Übermut ihrer Bewohner versteinert wurde. Die Wissenschaft erzählt die nüchternere, aber nicht weniger faszinierende Version: Hier löst Wasser seit Jahrtausenden Stein auf.
Eine Besonderheit des Karsts: Oberflächengewässer gibt es auf dem Plateau praktisch keine. Sämtliches Wasser versickert sofort in Spalten und Klüften und fließt unterirdisch ab – durch ein weit verzweigtes Höhlensystem, das Forscher seit Jahrzehnten erkunden. Das bekannteste ist das Hölloch im Mahdtal auf der bayerischen Seite, mit rund 13 vermessenen Kilometern das größte bekannte Höhlensystem des Gebiets. Für Besucher sind die Höhlen nicht zugänglich, aber sie erklären, warum das Plateau so trocken und karg wirkt, obwohl die Region zu den niederschlagsreichsten der Alpen gehört.
Kleine Karstkunde: was Sie da draußen sehen
Wer über das Plateau wandert, sieht überall die Handschrift des Wassers. Ein kurzer Überblick über die häufigsten Formen macht aus der Steinwüste ein offenes Buch:
- Karren: die messerscharfen Rinnen und Furchen in den Felsplatten. Sie entstehen, wo Regenwasser über die Oberfläche rinnt und den Kalk Millimeter für Millimeter auflöst – dem Gestein haben sie seinen Namen gegeben: Schrattenkalk, von den „Schratten“, wie die Karren im Alpenraum auch heißen.
- Dolinen: trichter- oder schüsselförmige Senken, oft mehrere Meter tief. Hier sackt der Boden nach, weil das Wasser darunter Hohlräume geschaffen hat.
- Schächte und Spalten: die senkrechten Verbindungen in den Untergrund, teils Dutzende Meter tief – der Grund, warum man die markierten Wege nicht verlassen sollte.
- Höhlen: das unsichtbare Stockwerk darunter. Das versickerte Wasser arbeitet unterirdisch weiter und schafft über Jahrtausende weitläufige Systeme, die Höhlenforscher am Gottesacker seit Jahrzehnten systematisch vermessen.
Das Erstaunlichste daran: All das entsteht mit nichts als Regen, Schnee und Zeit. Kohlensäurehaltiges Wasser löst Kalk – eine simple chemische Reaktion, die hier oben in großem Maßstab Landschaft formt. Und sie erklärt auch das Paradox des Gottesackers: Obwohl die Region zu den niederschlagsreichsten der Alpen zählt, ist das Plateau staubtrocken – jeder Tropfen verschwindet sofort im Untergrund.
Unter der Oberfläche: die Höhlenwelt des Gottesackers
Was Besucher auf dem Plateau sehen, ist nur die halbe Landschaft – die andere Hälfte liegt darunter. Seit Jahrzehnten dokumentieren Höhlenforscher die unterirdischen Systeme des Gottesackergebiets, vermessen Gänge, Schächte und Wasserwege und fügen Jahr für Jahr neue Abschnitte zur Karte des Untergrunds hinzu. Das Hölloch im Mahdtal auf der bayerischen Seite ist mit rund 13 vermessenen Kilometern das größte bekannte System des Gebiets – und ein Ende der Entdeckungen ist nicht in Sicht.
Für Urlauber bleibt diese Welt verschlossen: Die Höhlen sind keine Schauhöhlen und nicht für Besucher zugänglich. Aber es lohnt sich, beim Blick über das Plateau daran zu denken, dass unter den eigenen Füßen ein verzweigtes Labyrinth liegt, durch das das gesamte Wasser der Hochfläche seinen Weg ins Tal findet.
Geschützt seit Generationen: Naturschutz am Ifen
So karg das Plateau wirkt, so wertvoll ist es ökologisch. In den Spalten und Mulden des Karsts überdauern seltene alpine Pflanzen wie die Frühlings-Kuhschelle, und die Felsregionen sind Lebensraum für Hochgebirgsvögel wie die Alpendohle. Entsprechend früh wurde das Gebiet unter Schutz gestellt: Bereits 1964 wurde auf der österreichischen Seite ein Pflanzenschutzgebiet eingerichtet, und seit 2015 bilden Ifen und Gottesacker ein grenzüberschreitendes Natura-2000-Schutzgebiet – mit 2.466 Hektar auf Vorarlberger und 2.450 Hektar auf bayerischer Seite, zusammen also fast 5.000 Hektar europäisch geschützte Natur.
Für Besucher heißt das vor allem: auf den markierten Wegen bleiben und nichts pflücken. Das ist hier nicht nur Naturschutz, sondern auch Selbstschutz – abseits der Wege ist das Karstgelände mit seinen verdeckten Spalten und Schächten tatsächlich gefährlich, bei Nebel sogar lebensgefährlich, weil die Orientierung in der gleichförmigen Steinlandschaft blitzschnell verloren geht. Hintergründe zum Schutzgebiet erklärt der Verein Landschaftsschutz Kleinwalsertal.
Der Ifen und seine Nachbarn
Ein kurzer Blick auf die Nachbarschaft hilft beim Einordnen: Der höchste Berg des Kleinwalsertals ist nicht der Ifen, sondern der Große Widderstein am Talschluss, der als einziger die 2.500-Meter-Marke überragt. Gegenüber dem Ifen steht das Walmendingerhorn mit seiner Bergbahn und dem Gipfelrundweg, weiter talauswärts folgen Kanzelwand und Fellhorn an der Grenze zu Bayern – zusammen bilden sie den Kranz von Bergen, der das Tal einrahmt.
Und doch ist es der Ifen, den sich das Gedächtnis merkt. Die anderen Gipfel sind höher, leichter erreichbar oder besser erschlossen – aber keiner hat diese Form. Es ist ein bisschen wie mit berühmten Bauwerken: Nicht das größte bleibt im Kopf, sondern das mit der klarsten Silhouette.
Auf den Gipfel: die Wege zum Hohen Ifen
So markant der Berg, so vielfältig sind die Wege hinauf. Eines vorweg: Der Hohe Ifen ist kein Spazierberg. Alle Routen verlangen Trittsicherheit, die Schlüsselstellen sind seilversichert, und Schwindelfreiheit ist Voraussetzung. Mit entsprechender Erfahrung ist der Gipfel aber für konditionsstarke Bergwanderer gut erreichbar.
Die große Runde von der Auenhütte
Die klassische Rundtour startet an der Auenhütte, der Talstation der Ifenbahn oberhalb von Hirschegg. Die Runde über Gipfel und Gottesackerplateau summiert sich auf gut 15 Kilometer, rund 1.060 Höhenmeter und etwa sechs Stunden Gehzeit. Der Aufstieg gilt als unschwierig und wird erst unterhalb des Gipfelgrats felsig; der Abstieg über die seilversicherten Passagen und das Karstgelände verlangt dagegen alpine Erfahrung. Details und GPS-Track finden Sie beim Alpenverein auf alpenvereinaktiv.com.
Von der Schwarzwasserhütte über die Ifersguntalpe
Die einsamere Variante nähert sich von Süden: Von der bewirtschafteten Schwarzwasserhütte auf 1.620 Metern führt der Weg über schöne Almböden zur Ifersguntalpe auf 1.750 Metern und weiter über die seilgesicherten Passagen zum Gipfel – knapp fünf Kilometer, gut 600 Höhenmeter, etwa zweieinhalb Stunden, Schwierigkeit T3. Beste Zeit ist Juli bis Oktober. Wer auf der Hütte übernachtet, steht als Erster am Gipfel, lange bevor die Bahnfahrer eintreffen; die Tourdaten stehen auf bergwelten.com.
Die Überschreitung mit Bahnunterstützung
Die beliebteste Kombination für starke Geher: mit der Ifenbahn hinauf, über das Gipfelplateau und anschließend über den Eugen-Köhler-Weg hinunter – vorbei an der Ifersguntalpe zur Schwarzwasserhütte, wo die Einkehr wartet, und durch das Schwarzwassertal zurück zur Auenhütte. So erleben Sie Gipfel, Karst, Alpe und Tal an einem einzigen Tag. Die aktuellen Betriebszeiten der Bahn finden Sie über unsere Übersicht der Bergbahnen im Kleinwalsertal.
Für alle, die es eine Nummer kleiner wollen: Auch ohne Gipfelambitionen lohnt die Bergfahrt mit der Ifenbahn. Schon von der Bergstation aus eröffnet sich der Blick über das Tal, und kürzere markierte Wege geben einen ersten Eindruck der Karstwelt – deutlich entspannter als die große Runde, aber mit demselben Panorama. Weitere Touren aller Schwierigkeitsgrade sammelt unsere Seite zum Wandern im Kleinwalsertal.
Der Ifen im Winter
Im Winter wechselt der Berg sein Gesicht: Die Nordseite gehört dann den Skifahrern. Das Skigebiet Ifen bietet rund 25 Pistenkilometer zwischen 1.270 und 2.030 Metern – überwiegend leichte bis mittelschwere Abfahrten, dazu einzelne schwarze wie die anspruchsvolle Olympia-Abfahrt. Erschlossen wird das Gebiet seit der Saison 2017/18 von zwei modernen 10er-Gondelbahnen mit Mittelstation, ergänzt um Sessellift und Übungslift; eingekehrt wird in der Ifenhütte an der Mittelstation. Das Gebiet gilt als das ruhigere unter den Skigebieten des Tals und ist bei Familien und Genussfahrern beliebt – die Eckdaten stehen bei den Oberstdorf-Kleinwalsertal-Bergbahnen. Ein Erlebnis der besonderen Art ist der Blick von oben auf den verschneiten Gottesacker, der sich im Winter in eine Landschaft aus Schneedünen verwandelt.
Die verschneite Karstlandschaft ist zugleich ein bekanntes Ziel von Skitourengehern und Freeridern – allerdings mit klaren Grenzen. Die Ifen-Südseite unterhalb des Eugen-Köhler-Wegs ist im Winter als jagdliches Sperrgebiet ausgewiesen und zudem lawinengefährdet, und das Wald-Wild-Schongebiet unterhalb des Hählekopfs darf nicht betreten oder befahren werden. Die markierte Skiroute von der Melköde bis Ifersgunt weist Tourengehern den verträglichen Weg; die Details erklärt der Alpenverein auf seiner Seite zu den Schutzgebieten im Kleinwalsertal.
Für Winterwanderer ohne Tourenausrüstung gilt: Das verschneite Gottesackerplateau ist tabu – die Spalten und Schächte des Karsts sind unter der Schneedecke unsichtbar und werden zur tödlichen Falle. Der Blick auf die weiße Ifenplatte vom Tal aus ist dafür im Winter besonders schön, etwa von den geräumten Wegen rund um Hirschegg und Riezlern.
Der beste Blick auf den Ifen – auch ohne Gipfel
Nicht jeder will oder kann auf den Gipfel, und das muss auch nicht sein – denn der Ifen ist vor allem ein Berg zum Anschauen. Die lohnendsten Perspektiven:
- Von der Alpe Melköde im Schwarzwassertal: der Klassiker – die Sennalpe mit Wasserfall im Vordergrund, dahinter die aufragende Ifenplatte. Der kinderwagentaugliche Weg dorthin dauert von der Auenhütte etwa eine Stunde.
- Vom Walmendingerhorn: Die Bergstation gegenüber bietet den besten Gesamtblick auf die geneigte Platte und die dahinterliegende Karstfläche.
- Von den Talorten: Besonders am Abend, wenn die letzte Sonne die Kalkwände färbt, ist der Ifen von Hirschegg und Riezlern aus ein Fotomotiv – einen ersten Eindruck geben die Webcams im Kleinwalsertal.
- An Inversionstagen im Herbst: Wenn das Tal im Nebel liegt, ragt die Ifenplatte wie eine Insel aus dem Wolkenmeer – eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele der Region.
Fotografen wählen am besten die Randstunden des Tages: Am Morgen steht die Platte im Gegenlicht und wirkt als dunkle Scherenschnitt-Silhouette, am Abend holt die tiefe Sonne jede Struktur aus den hellen Kalkwänden. Nach frischem Schneefall im Spätherbst, wenn die Platte weiß überzuckert über dem noch grünen Tal steht, entstehen die Bilder, die man von Postkarten kennt.
Wann ist die beste Zeit?
Für die Gipfelrouten ist das Zeitfenster kürzer, als viele denken. In den Karrenfeldern und Mulden des Hochplateaus halten sich Schneereste oft bis in den Frühsommer – wer im Juni unterwegs ist, muss mit Altschneefeldern auf den Wegen rechnen. Als verlässlichste Monate für die Besteigung gelten Juli bis Oktober, wenn die Wege schneefrei und die Seilversicherungen gut begehbar sind.
Der schönste Monat ist für viele der September: Die Luft wird klar, die Fernsicht reicht bis zu den Allgäuer Hauptgipfeln, und an den ersten Inversionstagen beginnt das Schauspiel über dem Nebelmeer. Der Hochsommer punktet dafür mit den langen Tagen – bei einer Sechs-Stunden-Runde ein echtes Argument. Und wer nur schauen will, hat ohnehin ganzjährig Saison: Die Ifenplatte ist bei jedem Wetter und in jedem Licht ein anderes Bild, vom frühlingsgrünen Tal bis zur weißen Winterlandschaft.
Anreise zum Ausgangspunkt
Alle beschriebenen Touren starten an der Auenhütte, der Talstation der Ifenbahn oberhalb von Hirschegg. Am entspanntesten kommen Sie mit dem Walserbus hin: Die Ifen-Linie bedient die Haltestelle direkt an der Talstation, für Gäste mit Gästekarte in der Regel kostenlos – Details auf unserer Seite zum Walserbus. Wer mit dem Auto anreist, findet an der Auenhütte Parkplätze, sollte an Schönwettertagen aber früh dran sein – die Ifen-Runde ist beliebt, und die Stellflächen sind endlich. Für die Südroute über die Schwarzwasserhütte gilt derselbe Ausgangspunkt: Der Hüttenzustieg durch das Schwarzwassertal beginnt ebenfalls an der Auenhütte.
Praktische Hinweise für Ifen-Aspiranten
- Kondition und Erfahrung: Für die Gipfelrouten brauchen Sie Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kraft für rund 1.000 Höhenmeter (bzw. gut 600 ab der Schwarzwasserhütte). Die Seilversicherungen sind Hilfe, kein Klettersteig-Ersatzprogramm für Ungeübte.
- Ausrüstung: feste Bergschuhe mit griffiger Sohle – der Kalk ist bei Nässe glatt -, Regen- und Sonnenschutz, ausreichend Wasser. Auf dem Plateau gibt es keine Quellen, das Wasser versickert im Karst.
- Wetterfenster wählen: Bei Nebel oder Gewitterrisiko hat das Gottesackerplateau nichts verzeihendes – die Tour nur bei stabiler, klarer Wetterlage angehen.
- Betriebszeiten prüfen: Wer die Bahn einplant, prüft vorab die Saison- und Betriebszeiten der Ifenbahn – der Sommerbetrieb endet früher als bei anderen Bahnen des Tals.
- Einkehr einplanen: Ifersguntalpe und Schwarzwasserhütte liegen an der Südroute; auf der Gipfelplatte selbst gibt es nichts – Proviant gehört in den Rucksack.
- Respekt vor dem Schutzgebiet: Markierte Wege nicht verlassen, nichts pflücken, nichts mitnehmen – auch keine „Souvenir-Steine“.
- Mit Kindern: Die Gipfelrouten sind erst für trittsichere, bergerfahrene Jugendliche geeignet. Für Familien mit jüngeren Kindern ist die Kombination aus Bahnfahrt, kurzem Rundweg an der Bergstation und Ifen-Blick von der Alpe Melköde die deutlich bessere Wahl.
- Handy voll geladen: Für den Notfall – und für die Fotos, von denen es auf dieser Tour viele geben wird.
Fazit: der Berg, der das Tal definiert
Der Hohe Ifen ist mehr als ein Gipfelziel – er ist die Visitenkarte des Kleinwalsertals und zusammen mit dem Gottesackerplateau ein Stück Erdgeschichte zum Anfassen: ein 125 Millionen Jahre alter Meeresboden, schräg gestellt von der Alpenfaltung und von Wasser zu einer Landschaft zerschnitten, die es so kein zweites Mal gibt.
Ob Sie ihn besteigen, ihn von der Melköde aus fotografieren oder einfach jeden Abend vom Balkon aus betrachten – dieser Berg prägt jeden Urlaub im Tal. Und wer einmal bei klarem Herbstwetter auf der Gipfelplatte gestanden ist, den Blick über das steinerne Meer des Gottesackers bis zu den Allgäuer Hauptgipfeln, versteht, warum viele Gäste den Ifen für den schönsten Berg der Region halten – und warum manche jedes Jahr wiederkommen, nur um ihn wiederzusehen. Die Beweisfotos gelingen übrigens auch ohne Gipfelanstieg – der Ifen sieht von unten mindestens so gut aus wie von oben.
