Wenn Stammgäste des Kleinwalsertals nach ihrer Lieblingstour gefragt werden, fällt ein Name auffallend oft: das Schwarzwassertal. Die Wanderung von der Auenhütte über die Alpe Melköde hinauf zur Schwarzwasserhütte vereint auf wenigen Kilometern fast alles, was das Tal ausmacht – einen glasklaren Bergbach, eine urige Sennalpe, ein geschütztes Hochmoor, den ständigen Blick auf den markanten Hohen Ifen und am Ende eine bewirtschaftete Alpenvereinshütte, auf der man sogar übernachten kann.
Dazu kommt eine Eigenschaft, die diese Tour besonders macht: Sie wächst mit ihren Gehern. Familien mit Kinderwagen drehen eine gemütliche Runde bis zur Melköde, Genusswanderer steigen weiter zur Hütte auf, und Bergsteiger nutzen sie als Sprungbrett für Gipfel wie den Hohen Ifen. Im Winter verwandelt sich derselbe Weg in eine beliebte Route für Schneeschuh- und Skitourengeher.
In diesem Tourenportrait lesen Sie alles für die Planung: Wegverlauf und Gehzeiten, die Einkehrmöglichkeiten, lohnende Erweiterungen, die Besonderheiten des Naturschutzgebiets – und worauf Sie je nach Jahreszeit achten sollten.
Das Schwarzwassertal: das längste Seitental des Kleinwalsertals
Von den sechs Seitentälern des Kleinwalsertals ist das Schwarzwassertal das größte: Fast 13 Kilometer zieht es sich zwischen Heuberg und Hohem Ifen talein, bis es an den Gipfeln von Grünhorn und Steinmandl endet. Namensgeber ist der Schwarzwasserbach, der das Tal durchfließt und weiter unten in einer eindrucksvollen Schlucht Richtung Breitach entwässert.
Geologisch ist das Tal ein Lehrbuch: Hier treffen die Kalkwände des Ifenmassivs auf sanfte, moorige Hochflächen, die von der Eiszeit geformt wurden. Der obere Talabschnitt gehört zum europaweiten Schutzgebietsnetz Natura 2000 – das grenzüberschreitende Schutzgebiet rund um Hohen Ifen und Gottesackerplateau umfasst rund 5.000 Hektar. Entsprechend reich ist die Pflanzenwelt, und entsprechend wichtig ist es, auf den Wegen zu bleiben. Wer mehr über die Erdgeschichte der Region wissen möchte, findet in der Bergschau 1122 im Walserhaus in Hirschegg eine kostenlose Erlebnisausstellung genau dazu.
Ausgangspunkt Auenhütte: so starten Sie
Startpunkt der Tour ist die Auenhütte auf 1.238 Metern, die Talstation der Ifenbahn oberhalb von Hirschegg. Sie erreichen den Ausgangspunkt auf drei Arten:
- Mit dem Walserbus: Die Ifen-Linie bringt Sie direkt zur Auenhütte – für Gäste mit Gästekarte in der Regel kostenlos und an schönen Tagen die stressfreieste Variante. Details auf unserer Seite zum Walserbus.
- Mit dem Auto: An der Auenhütte gibt es Parkplätze, die an Schönwettertagen allerdings früh belegt sind.
- Zu Fuß: Wer in Hirschegg wohnt, kann den Anmarsch gleich in die Tour einbauen.
Ein Blick auf die Betriebszeiten der Ifenbahn lohnt vor allem dann, wenn Sie die Tour mit einer Bergfahrt Richtung Ifen kombinieren möchten – mehr dazu auf unserer Übersicht der Bergbahnen im Kleinwalsertal.
Etappe 1: von der Auenhütte zur Alpe Melköde
Noch ein Wort zur Orientierung: Verwechseln Sie die Auenhütte nicht mit einem Wanderziel – sie ist der Servicepunkt an der Talstation mit Gastronomie und Haltestelle direkt an der Straße. Die eigentliche Tour beginnt dahinter, wo die Forststraße ins Seitental abzweigt und der Lärm der Talstation nach wenigen Minuten dem Rauschen des Bachs weicht.
Der erste Abschnitt ist ein Genussstück. Von der Auenhütte folgt der Weg einer gut ausgebauten Forststraße sanft ansteigend ins Tal hinein, immer in Begleitung des Schwarzwasserbachs. Gleich zu Beginn passieren Sie den Speichersee der Ifenbahn, dessen türkisblaues Wasser einen fast unwirklichen Kontrast zu den grünen Hängen bildet – und wenig später den kleinen Herzsee, der an heißen Sommertagen sogar zu einem erfrischenden Bad einlädt.
Der Weg ist auf diesem Abschnitt so gleichmäßig und breit, dass er mit einem geländegängigen Kinderwagen problemlos machbar ist – eine Seltenheit bei echten Alptouren und einer der Gründe, warum das Schwarzwassertal bei Familien so beliebt ist. Rechts und links begleiten Fichtenwald, Weiden und immer wieder offene Flächen mit Blick auf die Felswände des Ifens den Weg. Nach etwa einer Stunde gemütlichen Gehens öffnet sich das Tal zu einer weiten Hochebene – Sie haben die Alpe Melköde erreicht.
Die Alpe Melköde: Einkehr bei der Sennalpe
Die Melköde auf 1.350 Metern ist das Herzstück der Tour und für viele Gäste ihr eigentliches Ziel. Die Sennalpe liegt malerisch auf einer Hochebene, gleich daneben stürzt der Schwarzwasserbach über eine Felsstufe zu Tal – die Kombination aus Wasserfall, Weideflächen und dem darüber aufragenden Hohen Ifen gehört zu den meistfotografierten Motiven des Kleinwalsertals.
Rund 30 Milchkühe verbringen hier den Sommer, und ihre Milch wird direkt auf der Alpe zu Bergkäse, Butter, Quark und Joghurt verarbeitet. Bei der Einkehr bekommen Sie diese Produkte so frisch wie nirgendwo sonst – und wer mag, lässt sich ein Stück Käse für daheim einpacken. Geöffnet ist von Anfang Juni bis etwa Mitte Oktober täglich; Details finden Sie auf der Website der Alpe Melköde.
Für Familien mit Kinderwagen und alle, die es gemütlich angehen wollen, ist die Melköde der ideale Wendepunkt: Der Rückweg auf demselben Weg dauert knapp eine Stunde, die Gesamtrunde damit gut zwei Stunden plus Einkehr.
Etappe 2: der Aufstieg zur Schwarzwasserhütte
Hinter der Melköde ändert die Tour ihren Charakter. Aus der breiten Forststraße wird ein Bergweg, der zunächst schattig durch Fichtenwald und dann zunehmend offen über die Hänge ansteigt. Der Weg führt durch eine botanisch reizvolle Moorlandschaft – das Hochmoor des oberen Schwarzwassertals erzählt von der Eiszeit, und im Herbst leuchten die Moorgräser in warmen Rottönen.
Der Anstieg ist nie schwierig, aber stellenweise zünftig steil – gute 270 Höhenmeter liegen zwischen Melköde und Hütte. Dafür wird die Aussicht mit jedem Schritt größer: Hinter Ihnen öffnet sich das Tal, vor Ihnen rücken Grünhorn und Steinmandl ins Bild, und schließlich taucht die Fahne der Schwarzwasserhütte über der letzten Geländekante auf – das traditionelle Zeichen, dass die Einkehr nah ist.
Für die Gesamtstrecke von der Auenhütte zur Hütte sollten Sie rund zwei Stunden reine Gehzeit einplanen. Eine ausführliche Wegbeschreibung mit Karte bietet die offizielle Tourenseite von Kleinwalsertal Tourismus.
Die Schwarzwasserhütte: Ziel und Stützpunkt auf 1.620 Metern
Die Schwarzwasserhütte liegt im hintersten Winkel des Tals auf 1.620 Metern, eingerahmt von Grünhorn, Steinmandl und Hohem Ifen. Die Hütte der Alpenvereinssektion Schwaben ist bewirtschaftet und bekannt für ihre gutbürgerliche, regional geprägte Küche – nach dem Aufstieg schmecken Kaiserschmarrn und Suppe hier doppelt so gut.
Wer mehr will als eine Einkehr, bleibt über Nacht: 42 Betten und 33 Lagerplätze stehen bereit, dazu für Alpenvereinsverhältnisse komfortable Extras wie Duschen und beheizte Schuhtrockner. Familien schätzen den kleinen Spielplatz mit Trampolin und die Wiesen und Bäche rund ums Haus. Zwei Dinge sollten Sie wissen: Bezahlt wird ausschließlich bar, und Hunde dürfen nicht übernachten. Geöffnet ist von Juni bis Oktober und – für Wintersportler – von Dezember bis März. Alle Details zeigt das Hüttenporträt auf bergwelten.com.
Eine Übernachtung lohnt sich vor allem, wenn Sie am nächsten Tag höher hinaus wollen: Der Abend, wenn die Tagesgäste weg sind und die Dämmerung über das stille Hochtal fällt, gehört zu den besonderen Momenten dieser Tour. Die Hütte blickt dabei auf eine lange Geschichte zurück – seit über hundert Jahren steht sie im Talschluss und versorgt Bergsteiger. Für die Übernachtung gilt: unbedingt vorab reservieren, Hüttenschlafsack einpacken, und als Alpenvereinsmitglied profitieren Sie von ermäßigten Übernachtungspreisen.
Weiter hinauf: Gipfelziele ab der Hütte
Die Schwarzwasserhütte ist der ideale Stützpunkt für die umliegenden Gipfel:
- Hoher Ifen (2.230 m): Der markanteste Berg des Tals mit seinem schräg gestellten Gipfelplateau ist von der Hütte in etwa zweieinhalb Stunden erreichbar – eine Tour für Trittsichere mit Bergerfahrung. Der Anstieg führt über den Eugen-Köhler-Weg an der Ifersguntalpe (1.750 m) vorbei; die steilen Passagen an der Ifenwand sind mit Stahlseilen gesichert, Schwindelfreiheit ist Voraussetzung. Beliebt ist die Überschreitung: mit der Ifenbahn hinauf, über das Gipfelplateau und den Eugen-Köhler-Weg hinunter zur Schwarzwasserhütte und durch das Tal zurück zur Auenhütte.
- Steinmandl und Grünhorn: Die Hausberge der Hütte bieten kürzere Gipfelanstiege mit großem Panorama über das Tal und hinüber zu Ifen und Gottesacker.
- Große Runde über den Heuberg: Wer nicht denselben Weg zurückgehen will, kombiniert die Tour zur Rundwanderung: Die ausgeschilderte Route über den Heuberg zurück ist als rund zwölf Kilometer lange Tageswanderung mit etwa sechs Stunden Gehzeit angelegt. Die Wegbeschreibung finden Sie bei den Oberstdorf-Kleinwalsertal-Bergbahnen.
Weitere Touren im Tal – vom Spaziergang bis zur Gipfeltour – sammelt unsere Übersicht zum Wandern im Kleinwalsertal.
Talwärts statt bergwärts: Wasserfälle, Gumpen und Naturbrücke
Das Schwarzwassertal hat noch eine zweite, oft übersehene Seite – flussabwärts. Unterhalb der Auenhütte gräbt sich der Schwarzwasserbach in einer wilden Schlucht Richtung Breitach und hat dabei über Jahrtausende ein Naturkunstwerk geschaffen: Wasserfälle stürzen über Felsstufen in tiefgrüne Gumpen, ausgewaschene Kessellöcher reihen sich aneinander, und als Höhepunkt spannt sich die Naturbrücke, ein natürlicher Felsbogen und geschütztes Naturdenkmal, über den Bach.
Wer beide Seiten des Tals an einem Tag erleben will, hängt an die Hüttentour die Bachwanderung an: Die ausgeschilderte Route entlang des Schwarzwasserbachs führt von der Gegend um die Auenhütte in rund dreieinhalb Stunden und über gut zwölf Kilometer talwärts bis nach Riezlern – überwiegend bergab, aber mit einigen Gegenanstiegen. Unterwegs queren Sie artenreiche Moorflächen, in denen im Hochsommer botanische Raritäten wie der Sonnentau blühen; bleiben Sie hier unbedingt auf den Stegen und Wegen, die Moospolster sind über Jahrhunderte gewachsen. Praktisch: Start und Ziel sind per Bus verbunden – hin mit der Ifen-Linie, zurück ab Riezlern. Die Details beschreibt Vorarlberg Tourismus.
Übrigens: Die Schlucht ist auch ein bekanntes Canyoning-Revier – mehrere Anbieter führen im Sommer Touren mit Sprüngen und Abseilstellen durch die Gumpen des Schwarzwasserbachs. Wer den Bach lieber von innen als vom Weg aus erleben will, findet hier ein Abenteuer der etwas anderen Art.
Die Tour im Lauf der Jahreszeiten
Frühling: Geduld im Hochtal
Im Frühling ist Zurückhaltung gefragt: Während im Haupttal längst alles grünt, hält sich der Schnee im hinteren, hoch gelegenen Schwarzwassertal oft bis weit in den Mai. Die Schwarzwasserhütte hat nach dem Winter geschlossen, die Melköde startet erst Anfang Juni in die Saison. Der untere Talabschnitt mit Wasserfällen und Gumpen ist dafür jetzt am eindrucksvollsten – die Schneeschmelze lässt den Schwarzwasserbach kraftvoll rauschen wie zu keiner anderen Jahreszeit.
Sommer: die klassische Zeit
Von Juni bis September zeigt sich das Tal von seiner lebendigsten Seite: Die Melköde ist bewirtschaftet, die Kühe stehen auf den Weiden, und der Herzsee lädt an heißen Tagen zum Abkühlen. An Schönwetter-Wochenenden sind Sie auf dem ersten Abschnitt allerdings selten allein – wer die Stille sucht, startet früh am Morgen oder geht unter der Woche.
Herbst: goldene Moore und klare Luft
Ab Ende September wird es ruhiger. Die Moorgräser färben sich rot, die Fernsicht wird klarer, und an Inversionstagen wandern Sie über dem Nebelmeer des Haupttals. Beachten Sie: Die Melköde beendet ihre Saison etwa Mitte Oktober, die Schwarzwasserhütte schließt im Oktober bis zum Winterstart – danach ist das Tal einkehrfrei.
Winter: Schneeschuh- und Skitourenrevier mit Spielregeln
Von Dezember bis März öffnet die Schwarzwasserhütte für die Wintersaison und wird zum Ziel von Skitourengehern und Schneeschuhwanderern – der Winteraufstieg von der Auenhütte dauert etwa eineinhalb Stunden. Wichtig ist in dieser Zeit der Blick auf den Naturschutz: Von der Melköde bis Ifersgunt weist eine markierte Skiroute mit grünen Tafeln den Weg, das Wald-Wild-Schongebiet unterhalb des Hählekopfs ist deutlich ausgeschildert und darf im Winter nicht betreten oder befahren werden, und die Ifen-Südseite unterhalb des Eugen-Köhler-Wegs ist gesperrt. Die Details erklärt der Alpenverein auf seiner Seite zu den Schutzgebieten im Kleinwalsertal. Einen Einstieg ins Thema bietet außerdem unser Beitrag zum Schneeschuhwandern im Kleinwalsertal.
Zur Sicherheit: Oberhalb der Melköde bewegen Sie sich im Winter in freiem alpinem Gelände. Lawinenlagebericht prüfen, Notfallausrüstung mitführen und die eigene Erfahrung ehrlich einschätzen gehört dann zur Grundausstattung – im Zweifel schließen Sie sich einer geführten Tour an, wie sie im Tal regelmäßig angeboten werden. Der flache Talboden bis zur Melköde ist dagegen auch für Einsteiger mit Schneeschuhen gut machbar.
Für wen eignet sich die Tour?
Die ehrliche Antwort: für fast alle – solange jeder sein Etappenziel richtig wählt.
- Familien mit Kinderwagen: bis zur Melköde und zurück. Der breite, gleichmäßige Weg ist mit einem geländegängigen Modell gut machbar, und die Alpe mit Wasserfall, Kühen und frischer Buttermilch ist für Kinder ein dankbares Ziel.
- Familien mit geübten Kindern: bis zur Schwarzwasserhütte – der Spielplatz mit Trampolin oben ist eine starke Motivation für den steileren Schlussanstieg. Mit Übernachtung im Lager wird daraus für viele Kinder das Abenteuer des Urlaubs.
- Genusswanderer: die klassische Hüttentour mit zwei Einkehren – Käsejause auf der Melköde, Hauptgericht auf der Hütte.
- Sportliche: die Heuberg-Runde, die Ifen-Überschreitung oder die Kombination aus Hüttenweg und Bachwanderung talwärts füllen einen ganzen Bergtag.
- Gäste mit Hund: Das flache Tal mit dem Bach ist ein ideales Hunderevier – Leine wegen Weidevieh und Wildtieren nicht vergessen, und beachten Sie, dass Hunde auf der Schwarzwasserhütte nicht übernachten dürfen.
Natur mit Rücksicht: Verhalten im Schutzgebiet
Das Schwarzwassertal ist Rückzugsraum für viele Tierarten und Teil eines europäischen Schutzgebiets – ein paar Grundregeln helfen, dass das so bleibt:
- Auf den Wegen bleiben: Die Moorflächen sind empfindlich, jeder Tritt abseits der Wege hinterlässt jahrelang Spuren.
- Nichts pflücken: Im Pflanzenschutzgebiet rund um Ifen und Gottesackerwände gilt das besonders.
- Hunde an die Leine: Wegen des Weideviehs im Sommer und der Wildtiere das ganze Jahr über.
- Weidegatter schließen und zum Vieh Abstand halten – die Alpe Melköde ist ein Arbeitsbetrieb.
- Müll mitnehmen: Auch Bioabfall wie Bananenschalen gehört ins Tal, nicht ins Moor.
Tipps für die perfekte Tour
- Früh starten: Vor 9 Uhr an der Auenhütte loszugehen hat gleich drei Vorteile – freie Parkplätze, leere Wege und das schönste Licht für Fotos an Wasserfall und Melköde.
- Fotostopps einplanen: Die Klassiker sind der Wasserfall bei der Melköde mit dem Ifen im Hintergrund, der türkise Speichersee nahe der Auenhütte und der Moment, in dem die Hüttenfahne über der letzten Geländekante auftaucht.
- Badezeug für den Herzsee: An heißen Tagen macht eine Abkühlung im Bergsee aus der Wanderung einen kompletten Sommertag – Handtuch nicht vergessen.
- Bargeld für zwei Einkehren: Sowohl auf der Melköde als auch auf der Schwarzwasserhütte zahlen Sie bar.
- Unter der Woche gehen: Die Tour ist zu Recht beliebt – an einem Dienstag im September gehört Ihnen das Tal fast allein.
Praktische Infos auf einen Blick
- Ausgangspunkt: Auenhütte (1.238 m), Talstation der Ifenbahn, per Walserbus erreichbar
- Gehzeiten: Auenhütte – Melköde ca. 1 Stunde, weiter zur Schwarzwasserhütte insgesamt ca. 2 Stunden pro Richtung
- Höhenmeter: knapp 400 vom Ausgangspunkt zur Hütte
- Charakter: bis Melköde breiter, kinderwagentauglicher Weg; danach mittelschwerer Bergweg
- Einkehr: Alpe Melköde (Juni bis Mitte Oktober), Schwarzwasserhütte (Juni bis Oktober und Dezember bis März) – nur Barzahlung
- Ausrüstung: feste Schuhe, Regen- und Sonnenschutz, Wasser; im Winter komplette Schneeschuh- bzw. Skitourenausrüstung samt Lawinenausrüstung für Touren oberhalb der Melköde
- Beste Zeit: Juni bis Mitte Oktober für die Sommertour, Dezember bis März für Wintertouren mit Schneeschuhen oder Tourenski
Fazit: die vielseitigste Tour des Tals
Kaum eine Wanderung im Kleinwalsertal bietet so viel Abwechslung auf so überschaubarer Strecke wie das Schwarzwassertal: türkisblaues Wasser und dunkle Moore, eine Sennalpe mit frischem Käse und eine Hütte mit Matratzenlager, Kinderwagenrunde und Gipfelsprungbrett – je nachdem, wie weit Sie gehen wollen.
Genau diese Wandelbarkeit macht die Tour zur vielleicht besten ersten Wanderung eines Kleinwalsertal-Urlaubs: Sie lernen das Tal, seine Landschaftsformen und seine Hüttenkultur an einem einzigen Tag kennen – und wissen danach ziemlich genau, wohin die nächsten Touren führen sollen. Ob das der Gipfel des Hohen Ifen ist oder einfach noch einmal der Kaiserschmarrn auf der Schwarzwasserhütte, bleibt ganz Ihnen überlassen. Und falls Sie sich nicht entscheiden können: Das Tal läuft nicht weg – die meisten, die einmal hier waren, kommen ohnehin wieder.
